Gesellschaftskritik und Psychoanalyse

Eine kritische Einführung in die Psychoanalyse. Vortrag und Diskussion mit Johanna Schmidt

Donnerstag, 09.04.2015, 19:30 Uhr, Buchladen Sputnik, Charlottenstraße 28, 14467 Potsdam

Die Einwände gegen die Psychoanalyse – die meist schon vorab als widerlegte oder gar lächerliche Theorie abgetan wird – sind vielfältig: So steht sie in der Kritik, deterministisch, individualistisch und anti-feministisch zu sein. Ihr wird vorgeworfen, den Menschen als notwendiges Produkt seiner Kindheitsentwicklung zu verstehen. Sie würde des Weiteren gesellschaftliche Einflüsse auf das Individuum nicht hinreichend mit einbeziehen und könne somit soziale Phänomene nicht erklären. Außerdem konzentriere sich psychoanalytische Theorie nur auf das Männliche und rechtfertige eine Inferiorsetzung von Weiblichkeit.

In dem Vortrag sollen – nach einer kurzen Erläuterung psychoanalytischer Grundannahmen – solche Meinungen und Einwände auf ihre Richtigkeit überprüft und der Frage nachgegangen werden, inwieweit psychoanalytische Theorie für eine Ideologiekritik der modernen Gesellschaft fruchtbar gemacht werden kann. Im Vortrag werden neurotische Zwänge sowie familiäre sexuelle Übergriffe thematisiert.
Es besteht somit eine Trigger-Gefahr für Betroffene.

Johanna Schmidt lebt und studiert in Erlangen. Theoretisch steht sie der bei Horlemann erscheinenden wert-abspaltungskritischen Zeitschrift EXIT! Krise und Kritik der Warengesellschaft nahe. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind feministische Kritik und Psychoanalyse.

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